Was Demos von der gamescom lernen können

Ich weiß, nach der Causa HH/Bosbach müssen humorige Beiträge zu dem Thema mit eindeutigen Statements zur eigenen rechtsstaatlichen Gesinnung beginnen. Also, in HH haben Idioten, dafür braucht man übrigens keinen Gesinnungsführerschein, die Stadt demoliert, Autos angezündet und Angst und Schrecken verbreitet. Neben den Polizisten, die aus den ganzen Bundesgebiet zusammengezogen wurden und unter hohen Einsatz versucht haben eine demokratische determinierte Ordnung aufrechtzuhalten, gab es auch Defizite in der Planung und der Kommunikation.

Viel besser macht es da die gamescom, die heute sehr konstruktiv in ihrer Pressemeldung an die Vorgaben für die Vermummung, also der Verkleidung der Cosplayer auf der Messe (DEMODAYs), erinnert.

http://www.gamescom.de/Redaktionell/gamescom/downloads/pdf/Event/cosplay/Kost%C3%BCmgestaltungsregeln.pdf

So sind z.B. erlaubt: Wurfwaffen aus weichen Materialien ohne festen Kern, Reitgerten bis zu 1m Länge, LARP Waffen aus Schaum- und Kunststoff. Nicht erlaubt ist alles was hart, spitz und gefährlich ist. Bei den Kostümen finde ich die die Begrenzung von feststehenden Flügeln auf 1m Spannweite richtungsweisend. Flexible Flügel dürfen 2m Spannweite besitzen. Das Make up darf nicht abfärben und Gasmasken, sowie Latex Vollmasken, sind verboten.

Da dies Vorgaben von einfachen Ordnern nicht verifiziert werden können, gibt es speziell geschultes Fachpersonal an zwei Eingängen, die dort einen „Waffencheck“ durchführen.

In der aktuellen Diskussion, der lösungsorientierten, wäre das eine Blaupause für zukünftige Demonstrationsevents. So könnte man brennbare, explosive Stoffe aus den Rucksäcken der Teilnehmer entfernen, Augenspray nur mit ärztlichen Attest zulassen und Zwillen dann doch mal konfiszieren. Ohne Sponsor wäre so ein „DEMO-EVENT“ nur dann realisierbar, wenn man vorher Eintrittskarten verkauft. Das geht auch digital und mobil, mit einer „DEMO-APP“. Denn die eigene Demokratie sollten einem doch durchaus ein paar Euro wert sein. Außerdem, wer sich mit seinem Klarnamen anmeldet und Geld überweist, weiß, wie er sich zu benehmen hat. Der weitere Vorteil einer Geschäftsbeziehung zwischen Teilnehmer und Veranstalter ist der Regressanspruch bei unfreundlichen Servicepersonal. Das schließt auch die Verkehrs- und Streckenführung mit ein. Kapitalismus ist dann doch die überlegene Ordnung.

TEST: ALT+(7838)

Nicht das Deutsch langweilig wäre. Es gilt vielmehr als fordernd und leicht chaotisch. Trotzdem gibt es Regeln, die ich aber selten nachvollziehen kann und deshalb preußisch besser befolgen sollte.

Eine Besonderheit, vielfach Gegenstand von Rechtschreibübungen, ist die “scharfe S”. Das gibt es auf meiner Tastatur nur in KLEIN. Mir war auch nicht bewusst, dass es das als großes Zeichen überhaupt gibt, rein technisch gesehen. Ich hab auch keine Ahnung, ob es im Internetbrowser auf Webseiten überhaupt dargestellt wird.  Deshalb der Feldversuch:

  • Das Große                                      ẞ
  • im Gegensatz zum Kleinen          ß
  • bevor man verzweifelt                 SS

Ausdenken und absolutistisch als verbindlich deklarieren kann dies der Rat für die deutsche Rechtschreibung mit den Sitz in Mannheim. Der haut mal eben einen neuen Buchstaben raus.

“… Sie  schaffen mit der Zulassung des Großbuchstabens „ẞ“ eine Wahlmöglichkeit, neben der die Schreibung mit „SS“ für „ß“ bei  der  Schreibung  in  Großbuchstaben  erhalten  bleibt. …”
(http://www.rechtschreibrat.com/DOX/rfdr_PM_2017-06-29_Aktualisierung_Regelwerk.pdf)

Ich finden Alternativen zu „SS“ immer gut. Das hat aber nicht wirklich zur Dringlichkeit der Entscheidung beigetragen.

Mich wundert eher, warum die meistgesprochene Muttersprache Europas eine so schlechte Produktpflege genießt und immer komplexer wird. Der Trend geht ja in Richtung selbsterklärende Systeme, die kaum eine Gebrauchsanleitung brauchen.
Eventuell liegt das an den alten Männern und Frauen, den Heroen der deutschen Srache, die es Kindern und Nicht-Muttersprachelern auf keinen Fall einfacher machen wollen Deutsch zu schreiben.
Man muss ja nicht gleich, wie Atatürk 1928, die eigene Sprache auf den Kopf stellen. Aber Deutsch nur als Kulturgut und keinen Fall als Exportgut zu betrachten, scheint ein merkwürdiges humanistisches Erbe zu sein. Sozial ,mal ganz ehrlich, sind Eliten nie.

Aber liebe Early Adopters, noch wird das mit schicken Tastaturen, die das große scharfe S auf einen Taste anbieten, etwas dauern.

Deshalb sei  ALT+(7838) oder (Alt Gr, Shift und die ß-Taste) als Workaround empfohlen.
https://www.golem.de/news/tastaturen-das-grosse-ss-sucht-ein-zuhause-1707-128858.html

Wie bekommt man Untertitel auf einen Film?

… bunt ist auch schön

„Das machen wir in der Post. Kein Problem, wir haben ein Titel-Tool. Da kann man sogar die Schriftart und die die Größe bestimmen, wenn man will, auch die Position.“

Von der Produktionsseite heißt das, dass der Cutter eine Liste, im günstigsten Fall eine Textdatei, erhält und jeden Untertitel händisch setzt. Gibt es einen Time Code, dann weiß der Cutter sogar wo er die Untertitel auf seiner Timeline platzieren soll.

In der Praxis sitzt der Cutter Assistent 1-2 Tage an den Untertiteln, platziert nicht nur die Titel, sondern baut auch Fehler ein. Sei es Rechtschreibfehler oder Fehler beim Einfügen der Texte. Auch das Timing, also wann die Titel im Bild erscheinen, ist meist von den Launen des Cutters und dem Bildschnitt abhängig. Das Ergebnis sind oft Untertitel, die sehr kurz und damit unleserlich im Bild stehen.

Dies ist typisch für händische Prozesse, die nur technisch, aber nicht inhaltlich ausgeführt werden.

Noch mal einen Schritt zurück. Wer erstellt die Untertitel.

„Ich kenn da jemand, der kann Englisch/Französisch/Türkisch, der macht uns die für kleines Geld.“

Aber auch der gute Wille führt nur zu einer groben wortwörtlichen Übersetzung, die die Transkription 1:1 umsetzt und seine Sätze grob im Film verortet. Der uns wohlbekannte Cutter muss sich dann mit diesem rohen Material herumschlagen.

Arbeitsprozess

Im Idealfall wird der Film von einer ÜbersetzerIn getitelt, die drei Expertisen mitbringen muss:

  1. Übersetzung des gesprochenen Wortes und aller Textinformationen, die für das Verständnis des Films nötig sind.
  2. Kürzen und Aufteilung des gesprochenen Wortes in sinnvolle Einzeltitel. Und damit zusammenhängend,
  3. Timen (Spotting) der Untertitel, damit der Zuschauer in der Lage ist, die Untertitel zu lesen und im Kontext des Films zu verstehen.

Der, oder die Übersetzerin wird sich dazu eines Werkzeugs bedienen, um die Titel framegenau auf die Timeline des Films legen zu können.

Das funktioniert heute auf dem Computer nahezu als WYSWYG (What you see is what you get).Früher wurde noch live gedrückt oder eine VHS über Spezialkarten gesteuert.
Das Ergebnis ist eine Liste der Untertitel und der Timecodes des ersten und letzten Bildes des Titels.

Es gibt noch die Möglichkeit die Schrift kursiv zu setzen oder die Schriftfarbe zu definieren, auch die Position zu definieren, aber leider Gottes gibt es zig Untertitelformate von unzähligen Anbietern, die alle nicht unbedingt kompatibel sind. Lokale Systemvorlieben und eine ganze Menge Eigenbrötlerei sind hier die treibenden Kräfte.

Aber die Feinheiten sind uns erst mal egal. Wir haben eine srt-Datei und wollen sie auf einen Film bringen, ohne händisch die Titel auf der Timeline setzen zu müssen.

Schnittprogram

Man sollte meinen, dass jedes professionelle Schnittprogramm eine Scriptdatei, z.B. eine srt-Datei, einlesen und als Videospur auf der Timeline platzieren kann.

Geht aber nicht. Bei Adobe Premiere kann man zwar Untertitel importieren, diese sind dann aber nur als Script in den Metatags enthalten und können von einem Softwareplayer angezeigt werden.

Deshalb der kleine Umweg und der Schuss durchs Knie

Für After Effects gibt es zwei Scripte, die unter anderem auch srt-Dateien in Untertitel umsetzen.

http://www.908video.de/lab_post/after-effects-plugin-to-import-subtitles-on-github/

http://aescripts.com/pt_importsubtitles/

Ich benutze das Script von aesiript/ Paul Tuersley für 25 $, weil es vorher verfügbar war. Das Script von 908video hab ich noch nicht ausprobiert -never touch a runnig system- aber es funktioniert sehr ähnlich. Außerdem ist es Open Source.

Solche Sripte sind keine Softwareprodukte, die von einem großen Team auf Qualität und Sicherheit getestet wurden. Das muss einem klar sein. Mein Script funktioniert aber stabil, auch wenn der gerenderte Film nicht ohne Prüfung das Haus verlässt.

Es macht auch Sinn die Einstellungen und den Workflow jedes Mal zu dokumentieren um nicht immer durch Trial and Error die idealen Einstellungen finden zu müssen.

Ich benutze aktuell übrigens CC 2015.

Wenn man das Script installiert hat, bitte der jeweiligen Anleitung folgend die jsx-Datei in den Script Order der Programm-Installation legen, dann kann man auf zwei Arten das Script aufrufen.

Am schnellsten über: Fenster> und ganz unten seht ihr das Script
Oder über: Datei>Scripts>Scriptdatei ausführen

AE fragt dann, ob das Script auf Dateien und das Netz zugreifen darf: Ja.
Dann eventuell die Lizenz-Schlüssel eingeben.
Und dann macht man das Fenster des Script wieder zu.
Und jetzt in ganz wenigen Zügen zum fertigen Titel.

Erster Schritt: FILM einladen

Ist ja fast banal, aber wir brauchen eine Komposition um die Titel platzieren zu können.

Wenn man den Film importiert, in AE wird der Film nur verknüpft, da kann nichts schiefgehen, kann man auch sehen, wie es später aussieht.

Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte jetzt auch schon ein Projekt erstellt und abgespeichert haben.

Zweiter Schritt- SCHRIFTART

In AE stellt man nur Schriftart, Textausrichtung und Größe ein.

Dazu noch die Farbe der Schrift, die Farbe der Border sowie die Stärke der Border.

Auch Laufweite und Zeilenabstand werden hier eingestellt.

Bevor man das Script arbeiten lässt, kann man so das Aussehen der Titel definieren.

Dritter Schritt: Das Script

Das Script aufrufen und einstellen.

Das Import Format ist eine srt Datei.

Die Laufrichtung des Texts ist von Links nach Rechts.

Die erste Zeile eines zweizeiligen Titels ist die Untere.

Man kann auch noch einen schwarzen Kasten unter die Titel legen.

Dann importiere ich die Steuerdatei, also die srt-Datei, und erhält ein Spur mit den einzelnen Titeln.

Wenn ich einen neuen Film bearbeite, kann es durchaus sein, dass ich mehrmals die Titel rendere, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Ich variiere dann oft Border und Borderstärke

Vierter Schritt: Größe und Position

Ich hab mir angewöhnt, die Größe und die Position über die Ebenenoptionen einzustellen. Das ist genauer, als wenn ich versuche dies über das Script zu erledigen.

Die Rendergeschwindigkeit sollte bei diesen Basis-Funktionen und bei Textelementen nicht beeinträchtigt werden.

Fünfter Schritt: Feinarbeit

Nicht alle Filmemacher, eigentlich keiner, denken an die armen UntertitlerIn. Deshalb stehen Bauchbinden oft da, wo die Titel stehen, und deshalb wird für den internationalen Markt auch kein Cleanfeed geliefert, sondern man muss die neuen Titel über bestehende platzieren.

Meist habe ich feste Stände, weil die Bauchbinden immer gleich platziert werden. Das können auch mal bis zu 5 verschiedene Stände sein.

Dann würde ich jeden Stand als Ebene generieren und jeweils einblenden, indem ich die Transparenz von Null auf Hundert setze bzw. ausblenden.

Ich kann aber auch in einer Spur das Textelement transformieren und, wenn es sein muss, auch den Text editieren. Aber Vorsicht AE ist nicht Word und Änderungen müssen sich auf Keyframes beziehen.

Wenn ich will, kann ich auch hier mit Farben und Transparenz arbeiten.

Sechster Schritt: Exportieren

Die Titel liegen jetzt an den richtigen Positionen auf der Timeline und sehen gut aus. Ich will jetzt exportieren.

Man kann direkt aus AE exportieren. Seit man das Rendering an den Media-Encoder schicken kann, kann man auch mehrere Jobs vorbereiten und dann z.B. nachts alle anstoßen.

Der Nachteil ist, dass man in AE nicht wirklichdie Kontrolle über die Audiospurhat.

Deshalb kann man auch das Projekt an Premiere übergeben. Dazu muss man nur die Filmebene ausschalten und das AE Projekt/Komposition in Premiere importieren.
Dann wieder den Film in Premiere importieren und beide Spuren anlegen.

Jetzt kann man den Ton in Premiere kontrollieren, gegebenenfalls auch korrigieren. Die EBU R128 scheint für viele immernoch  ein Fremdwort zu sein.

Wieder schickt man die Timeline zum Rendern an den Media-Encoder.

Ich hatte den Eindruck, ohne es wirklich getestet zu haben, dass der Export aus Premiere schneller geht, als, quasi nativ, aus AE.

Ohne Moos.

Jeder in der Branche schwört auf seine Lösung und hat in sie investiert. Das ist alles nicht mehr so tragisch wie früher, aber da die Margen geringer werden, will man auch nicht doppelt in verschiedene Lösungen investieren.

Hier benutze ich die Adobe Produkte, die in Bezug auf In/Export und Erweiterbarkeit durch Scripte relativ weit vorne sind.

Wer kein Geld hat, dem empfehle ich die Test Version, die 1 Monat ohne Einschränkung läuft. Wer danach nicht seinen Rechner neu aufsetzen will, um mit einem neuen Account noch mal einen Monat herauszuschinden, der kann die Adobe Creative Suite auch monatlich für 89,24€ mieten.

Time is on my side – Kalkulationsfrage

Entscheidend ist die Frage, wie lange ich für das Aufsetzen eines Films brauche.

Wenn der Film keine Probleme macht und mehrere Stände vorliegen, dann brauche ich für einen langen Film nur unwesentlich länger, als für einen kurzen. Bei Übung und wenn ich mehrere Filme am Stück mit den gleichen Einstellungen machen kann, ist man mit ca. 10 Minuten dabei.

Die Renderzeit ist natürlich abhängig von der Länge des Films und den Codecs.
Auch die Qualitätskontrolle dauert so lange wie der Film eben dauert.

Refugee: Über die Sprachbarriere und wie man rüber kommt

Na ja, wer steht hinter der Sprachbarriere, ich oder der Flüchtling, den ich noch nicht kennengelernt hab. Aber leider kann ich nur Englisch und nicht Arabisch, oder Kurdisch, Bosnisch oder Romani.

Genau die Sprachen sind montan gesucht und im Dauereinsatz an den Flüchtlingsverteilpunkten.

Aber gestern beim Nachbarschaftsfest, bei dem die neue Nachbarschaft sich kennenlernen sollte, kam ich nur bis zum Lächeln, und dann versickerte Sprachfähigkeit auf beiden Seiten.

Aus diesen Grund eine Zusammenstellung von KOMMUNIKATIONSHILFSMITTELN, die allesamt sehr speziell in Anwendung und Ausrichtung sind. Aber die meisten Quellen sind offen, sodass man daraus angepasste Werkzeuge zusammenstellen kann.21572155450_f3e74567b4_z

Allen voran das REFUGEE PHRASEBOOK ,das die wichtigsten Redewendungen in 30  Sprachen in Tabellenform auflistet, ist zwar eine sperrige, aber eine sehr gute Quelle.  Als Open Content Projekt ist der Nutzer aufgerufen die Inhalte weiterzuverwenden. Es gibt aber auch Wörterbücher zum Ausdrucken.

ICOON FIRST HELP bietet für alle, die nicht in fremden Sprachen, sondern mittels Bilder kommunizieren wollen, 300 passende Grafiken an. Mann kann zwei Seiten ausdrucken, oder die Grafiken neu kombinieren.

Wer den ersten Einstieg ins Arabische, in Dari, Paschto, Kosovo Abanisch, Bosnisch, Romani und Kurdisch sucht, der kann bei Verlag REISE KNOW HOW darum bitten die Kauderwelsch Sprachführer, sich herunterladen zu dürfen. Dazu packt der Verlag auch Aussprachehilfen als mp3 Download mit dazu. Danke an den Verlag und die Autoren.

Fertig zum Ausdrucken sind die Refugee COMMUNICATION BOARDS mit den wichtigsten 32 Begriffen von Tobii Dynavox, die sich eigentlich mit Eye Tracking beschäftigen.

Zwei Apps sein noch erwähnt:
REFUCHANT und MOIEN, beides sind digitale Phrasebooks fürs Smartphone.

Graphisch und didaktisch sehr weit vorne ist MEIN DEUTSCHLAND von Amelie Kim Weinert. Sie hat ein Arbeitsbuch für Deutsch gestaltet, das sich an die Flüchtlinge wendet, die Analphabeten sind.
Leider nur als Präsentation einsehbar.

Und es soll auf der Seite www.ich-spreche-deutsch.de (noch offline) das Einsteiger Lehrwerk „Der Vorkurs“, des Cornelsen Verlags für ehrenamtliche Sprachlehrkräfte kostenlos geben.
Das der renomierte Schulbuch Verlag selber noch sich mit neuen Angebote auf die neue Herausforderung annimmt, sieht man auf den Seiten des Verlags.

Auch, wenn Einheimische Deutschland kennen, ist A MANUAL FOR GERMANY / Ein Handbuch für Deutschland einer guten Vorlage für alle Fragen, die ein Fremder haben kÖNNTE. Vom Klima, bis hin zu den Feiertagen, dem Grundgesetzt, Verkehrsschildern und dem Ausländerrecht. Leider nur in Deutsch/Englisch.

Frauen an die Macht: Bonner Wirtschaftstalk, die 19.

Aufzeichnung 19. Bonner Wirtschaftstalk: Frauen an die Macht. @medien.de

Aufzeichnung 19. Bonner Wirtschaftstalk: Frauen an die Macht. Ralpf Jürgend @medien.de

Das Thema ist nicht neu, aber mitten in unserer Evolution und einer nie endenden Kulturgeschichte, befinden wir uns noch immer im Kampf der Geschlechter mit wechselnden Schauplätzen und Protagonisten.

Zwei Aspekte waren für mich in der Diskussion eine Überraschung:
Ähnlich, wie man sich anstrengen muss mit Menschen verschiedener kultureller Herkunft zusammenzuarbeiten, scheint es auch zwei geschlechtsspezifische Ebenen zu geben, die bis lang männlich dominiert sind. Die Diskussionsrunde im Kammermusiksaal war, dies als Anschauungsmaterial für uns Männer, ein rein weibliche Runde.

Und wenn wir, die aus den Siebzigern kommen, ausgestorben sind, wird die aktuelle Generation unserer Kinder aufatmen, weil sie endlich unverkrampfter mit ihren Geschlechtern umgehen kann.

Wer die Runde mit Silvia Löhrmann ( stelv. Ministerpräsidentin NRW), Ursula Brohl-Sowa (Polizeipräsidentin Bonn), Prof. Frederike Welter (ifM) und Ulrike Lüneburg (Siegwerk Druckfarben) bunt und als Bewegtbild , in voller Länge, sehen möchte, dem sei der 19. BONNER WIRTSCHAFTSTALK nahegelegt.

 

 

BWT18: Die Bonner Hauptstadtfrage

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In den letzten Jahrzehnten war der Bonner in Bezug auf die Hauptstadtfrage alles andere als entspannt. Da wurde gewettert, gedroht, geweint und alle Freunde Bonns mussten regelmäßig ihren Schwur auf Beethoven und die Bundesmeile ablegen.

Bei der Diskussion des 18. Bonner Wirtschaftstalk dann eine Revolution. Es zeigte sich ein selbstbewusstes Bonn, das mitten im Rheinland sich seiner Stärken durchaus bewusst ist.

Kein Berlin-Bashing, sondern vielmehr die Frage, wie die Region in Zukunft gestaltet werden kann. Ob man nicht die Attitüde der immerwährenden Residenzstadt ablegen muss, um die lokale Wirtschaftskraft wahrzunehmen, um sie ernst zu nehmen, und um sie zu fördern.

Als Premiere moderierte Helge Matthiesen, der neue Chefredakteur des General Anzeigers und diskutierte mit Christian Lindner (FDP), mit Johannes Zurnieden (Phoenix Reisen), mit Bernhard Spies (Bundeskunsthalle), und mit Volker Schramm ( Sparkasse KölnBonn).

Wie immer in BUNT und in VOLLER LÄNGE auf BONNER WIRTSCHAFTSTALK zu sehen.

Bei den Duftstars15: Bericht von Sony Professional

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Hintergrundbericht über die Distribution des EPK/Footage Material für medien.de im Auftrag der Fragrance Foundation.

Auf dem Bild Cetin Tutak in der Schaltzentrale des alten Kraftwerks, in Vorbereitung 1,5 h Material am Abend noch hochzuladen.

 

 

do not track: wen das Fernsehen das Internet erklärt

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Die Krone der Popkultur erklärt welches Monster hinter den kleinen Bildschirm sitzt.

Ich hab eben in die erste Episode reingesehen, natürlich online. Vorher sagen mir arte, der br und alle anderen Sendeanstalten, die dieses Projekt mit finanzieren, wie und warum sie mich tracken. Das scheint ehrenhaft zu sein, aber auf den zweiten Blick sieht man tief in die Seele der Programverantwortlichen, die sich nicht auf ein Tracking Dienst einigen konnten. Das überhaupt getrackt wird, es würde ja auch ohne das Nachspüren nach dem Nutzerverhalten gehen, liegt wohl an der Konzeption der Sendereihe. Man will transparent zeigen, was ein Server, ein Werbenetzwerk, ein Cookie, oder man selber an Informationen sammelt und weitergibt. Darauf muss ich aber erstmal selber kommen.

Wie immer beim Fernsehen, gibt es Probleme mit den Details. Sag ich, nachdem ich anscheinend die erste Folge gesehen habe. Richard Gutjahr ist das deutsche Gesicht und zeigt uns seinen aufgeräumten Morgenkaffee am coolen, aber unergonomischen Ibook. Das ist ehrlich, denn nicht jeder kann sich ein Tablet für den Morgenkaffee leisten, aber entspricht immer noch nicht der PC/Android dominierten Wirklichkeit. Aber das ist eigentlich egal, wirklich.

Eigentlich erfahre ich nur – GEFAHR – , aber nicht warum, oder wie. Fernsehen stellt eben lieber Fragen, als dass es sie beantwortet. Wenn erklärt wird, dann so schwofelig, dass man daraus alles herbeideuten kann. Immer mit wunderbaren hyperbolistischen Adjektiven gewürzt, die höchste Relevanz ankündigen, aber bei ansatzweise vorhandenen Fachwissen zu irritierenden Füllwörter werden.

ABER, und das sollte hier ausdrücklich und klar gesagt werden, dieses Thema ist RELEVANT und WICHTIG und ich hoffe das die weiteren Folgen meine Erwartungen erfüllen.

Über das Thema muss man Filme machen, darüber muss man schreiben und diskutieren.

Wir tappen hier tatsächlich in eine neue Welt, die uns vollkommen transparent sagt, wie furchtbar sie werden kann, wenn die Claims im Digitalen Westen von den Falschen besetzt sind, und der Sheriff ein Flasche ist.

Also was würde ich gerne von do-not-track erfahren:

  •    Was ist der Unterschied zwischen den Daten, die Facebook und die Goggle über mich sammeln?
  •    Wie macht man Daten zu Geld?
  •    Warum muss ich nur ein Profil mit meinem echten Vor und Nachnamen haben? Warum kann ich nicht mehrere Profile mit einem anderen Geschlecht, Zweitadresse und neuen Präferenzen haben?
  •    Wieviel kriminelle Energie steckt im Netz.
  •    und so weiter

 

ich bin gespannt : https://donottrack-doc.com/