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Was Demos von der gamescom lernen können

Ich weiß, nach der Causa HH/Bosbach müssen humorige Beiträge zu dem Thema mit eindeutigen Statements zur eigenen rechtsstaatlichen Gesinnung beginnen. Also, in HH haben Idioten, dafür braucht man übrigens keinen Gesinnungsführerschein, die Stadt demoliert, Autos angezündet und Angst und Schrecken verbreitet. Neben den Polizisten, die aus den ganzen Bundesgebiet zusammengezogen wurden und unter hohen Einsatz versucht haben eine demokratische determinierte Ordnung aufrechtzuhalten, gab es auch Defizite in der Planung und der Kommunikation.

Viel besser macht es da die gamescom, die heute sehr konstruktiv in ihrer Pressemeldung an die Vorgaben für die Vermummung, also der Verkleidung der Cosplayer auf der Messe (DEMODAYs), erinnert.

http://www.gamescom.de/Redaktionell/gamescom/downloads/pdf/Event/cosplay/Kost%C3%BCmgestaltungsregeln.pdf

So sind z.B. erlaubt: Wurfwaffen aus weichen Materialien ohne festen Kern, Reitgerten bis zu 1m Länge, LARP Waffen aus Schaum- und Kunststoff. Nicht erlaubt ist alles was hart, spitz und gefährlich ist. Bei den Kostümen finde ich die die Begrenzung von feststehenden Flügeln auf 1m Spannweite richtungsweisend. Flexible Flügel dürfen 2m Spannweite besitzen. Das Make up darf nicht abfärben und Gasmasken, sowie Latex Vollmasken, sind verboten.

Da dies Vorgaben von einfachen Ordnern nicht verifiziert werden können, gibt es speziell geschultes Fachpersonal an zwei Eingängen, die dort einen „Waffencheck“ durchführen.

In der aktuellen Diskussion, der lösungsorientierten, wäre das eine Blaupause für zukünftige Demonstrationsevents. So könnte man brennbare, explosive Stoffe aus den Rucksäcken der Teilnehmer entfernen, Augenspray nur mit ärztlichen Attest zulassen und Zwillen dann doch mal konfiszieren. Ohne Sponsor wäre so ein „DEMO-EVENT“ nur dann realisierbar, wenn man vorher Eintrittskarten verkauft. Das geht auch digital und mobil, mit einer „DEMO-APP“. Denn die eigene Demokratie sollten einem doch durchaus ein paar Euro wert sein. Außerdem, wer sich mit seinem Klarnamen anmeldet und Geld überweist, weiß, wie er sich zu benehmen hat. Der weitere Vorteil einer Geschäftsbeziehung zwischen Teilnehmer und Veranstalter ist der Regressanspruch bei unfreundlichen Servicepersonal. Das schließt auch die Verkehrs- und Streckenführung mit ein. Kapitalismus ist dann doch die überlegene Ordnung.

TEST: ALT+(7838)

Nicht das Deutsch langweilig wäre. Es gilt vielmehr als fordernd und leicht chaotisch. Trotzdem gibt es Regeln, die ich aber selten nachvollziehen kann und deshalb preußisch besser befolgen sollte.

Eine Besonderheit, vielfach Gegenstand von Rechtschreibübungen, ist die “scharfe S”. Das gibt es auf meiner Tastatur nur in KLEIN. Mir war auch nicht bewusst, dass es das als großes Zeichen überhaupt gibt, rein technisch gesehen. Ich hab auch keine Ahnung, ob es im Internetbrowser auf Webseiten überhaupt dargestellt wird.  Deshalb der Feldversuch:

  • Das Große                                      ẞ
  • im Gegensatz zum Kleinen          ß
  • bevor man verzweifelt                 SS

Ausdenken und absolutistisch als verbindlich deklarieren kann dies der Rat für die deutsche Rechtschreibung mit den Sitz in Mannheim. Der haut mal eben einen neuen Buchstaben raus.

“… Sie  schaffen mit der Zulassung des Großbuchstabens „ẞ“ eine Wahlmöglichkeit, neben der die Schreibung mit „SS“ für „ß“ bei  der  Schreibung  in  Großbuchstaben  erhalten  bleibt. …”
(http://www.rechtschreibrat.com/DOX/rfdr_PM_2017-06-29_Aktualisierung_Regelwerk.pdf)

Ich finden Alternativen zu „SS“ immer gut. Das hat aber nicht wirklich zur Dringlichkeit der Entscheidung beigetragen.

Mich wundert eher, warum die meistgesprochene Muttersprache Europas eine so schlechte Produktpflege genießt und immer komplexer wird. Der Trend geht ja in Richtung selbsterklärende Systeme, die kaum eine Gebrauchsanleitung brauchen.
Eventuell liegt das an den alten Männern und Frauen, den Heroen der deutschen Srache, die es Kindern und Nicht-Muttersprachelern auf keinen Fall einfacher machen wollen Deutsch zu schreiben.
Man muss ja nicht gleich, wie Atatürk 1928, die eigene Sprache auf den Kopf stellen. Aber Deutsch nur als Kulturgut und keinen Fall als Exportgut zu betrachten, scheint ein merkwürdiges humanistisches Erbe zu sein. Sozial ,mal ganz ehrlich, sind Eliten nie.

Aber liebe Early Adopters, noch wird das mit schicken Tastaturen, die das große scharfe S auf einen Taste anbieten, etwas dauern.

Deshalb sei  ALT+(7838) oder (Alt Gr, Shift und die ß-Taste) als Workaround empfohlen.
https://www.golem.de/news/tastaturen-das-grosse-ss-sucht-ein-zuhause-1707-128858.html