Category Archives: Digitales Leben

Refugee: Über die Sprachbarriere und wie man rüber kommt

Na ja, wer steht hinter der Sprachbarriere, ich oder der Flüchtling, den ich noch nicht kennengelernt hab. Aber leider kann ich nur Englisch und nicht Arabisch, oder Kurdisch, Bosnisch oder Romani.

Genau die Sprachen sind montan gesucht und im Dauereinsatz an den Flüchtlingsverteilpunkten.

Aber gestern beim Nachbarschaftsfest, bei dem die neue Nachbarschaft sich kennenlernen sollte, kam ich nur bis zum Lächeln, und dann versickerte Sprachfähigkeit auf beiden Seiten.

Aus diesen Grund eine Zusammenstellung von KOMMUNIKATIONSHILFSMITTELN, die allesamt sehr speziell in Anwendung und Ausrichtung sind. Aber die meisten Quellen sind offen, sodass man daraus angepasste Werkzeuge zusammenstellen kann.21572155450_f3e74567b4_z

Allen voran das REFUGEE PHRASEBOOK ,das die wichtigsten Redewendungen in 30  Sprachen in Tabellenform auflistet, ist zwar eine sperrige, aber eine sehr gute Quelle.  Als Open Content Projekt ist der Nutzer aufgerufen die Inhalte weiterzuverwenden. Es gibt aber auch Wörterbücher zum Ausdrucken.

ICOON FIRST HELP bietet für alle, die nicht in fremden Sprachen, sondern mittels Bilder kommunizieren wollen, 300 passende Grafiken an. Mann kann zwei Seiten ausdrucken, oder die Grafiken neu kombinieren.

Wer den ersten Einstieg ins Arabische, in Dari, Paschto, Kosovo Abanisch, Bosnisch, Romani und Kurdisch sucht, der kann bei Verlag REISE KNOW HOW darum bitten die Kauderwelsch Sprachführer, sich herunterladen zu dürfen. Dazu packt der Verlag auch Aussprachehilfen als mp3 Download mit dazu. Danke an den Verlag und die Autoren.

Fertig zum Ausdrucken sind die Refugee COMMUNICATION BOARDS mit den wichtigsten 32 Begriffen von Tobii Dynavox, die sich eigentlich mit Eye Tracking beschäftigen.

Zwei Apps sein noch erwähnt:
REFUCHANT und MOIEN, beides sind digitale Phrasebooks fürs Smartphone.

Graphisch und didaktisch sehr weit vorne ist MEIN DEUTSCHLAND von Amelie Kim Weinert. Sie hat ein Arbeitsbuch für Deutsch gestaltet, das sich an die Flüchtlinge wendet, die Analphabeten sind.
Leider nur als Präsentation einsehbar.

Und es soll auf der Seite www.ich-spreche-deutsch.de (noch offline) das Einsteiger Lehrwerk „Der Vorkurs“, des Cornelsen Verlags für ehrenamtliche Sprachlehrkräfte kostenlos geben.
Das der renomierte Schulbuch Verlag selber noch sich mit neuen Angebote auf die neue Herausforderung annimmt, sieht man auf den Seiten des Verlags.

Auch, wenn Einheimische Deutschland kennen, ist A MANUAL FOR GERMANY / Ein Handbuch für Deutschland einer guten Vorlage für alle Fragen, die ein Fremder haben kÖNNTE. Vom Klima, bis hin zu den Feiertagen, dem Grundgesetzt, Verkehrsschildern und dem Ausländerrecht. Leider nur in Deutsch/Englisch.

do not track: wen das Fernsehen das Internet erklärt

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Die Krone der Popkultur erklärt welches Monster hinter den kleinen Bildschirm sitzt.

Ich hab eben in die erste Episode reingesehen, natürlich online. Vorher sagen mir arte, der br und alle anderen Sendeanstalten, die dieses Projekt mit finanzieren, wie und warum sie mich tracken. Das scheint ehrenhaft zu sein, aber auf den zweiten Blick sieht man tief in die Seele der Programverantwortlichen, die sich nicht auf ein Tracking Dienst einigen konnten. Das überhaupt getrackt wird, es würde ja auch ohne das Nachspüren nach dem Nutzerverhalten gehen, liegt wohl an der Konzeption der Sendereihe. Man will transparent zeigen, was ein Server, ein Werbenetzwerk, ein Cookie, oder man selber an Informationen sammelt und weitergibt. Darauf muss ich aber erstmal selber kommen.

Wie immer beim Fernsehen, gibt es Probleme mit den Details. Sag ich, nachdem ich anscheinend die erste Folge gesehen habe. Richard Gutjahr ist das deutsche Gesicht und zeigt uns seinen aufgeräumten Morgenkaffee am coolen, aber unergonomischen Ibook. Das ist ehrlich, denn nicht jeder kann sich ein Tablet für den Morgenkaffee leisten, aber entspricht immer noch nicht der PC/Android dominierten Wirklichkeit. Aber das ist eigentlich egal, wirklich.

Eigentlich erfahre ich nur – GEFAHR – , aber nicht warum, oder wie. Fernsehen stellt eben lieber Fragen, als dass es sie beantwortet. Wenn erklärt wird, dann so schwofelig, dass man daraus alles herbeideuten kann. Immer mit wunderbaren hyperbolistischen Adjektiven gewürzt, die höchste Relevanz ankündigen, aber bei ansatzweise vorhandenen Fachwissen zu irritierenden Füllwörter werden.

ABER, und das sollte hier ausdrücklich und klar gesagt werden, dieses Thema ist RELEVANT und WICHTIG und ich hoffe das die weiteren Folgen meine Erwartungen erfüllen.

Über das Thema muss man Filme machen, darüber muss man schreiben und diskutieren.

Wir tappen hier tatsächlich in eine neue Welt, die uns vollkommen transparent sagt, wie furchtbar sie werden kann, wenn die Claims im Digitalen Westen von den Falschen besetzt sind, und der Sheriff ein Flasche ist.

Also was würde ich gerne von do-not-track erfahren:

  •    Was ist der Unterschied zwischen den Daten, die Facebook und die Goggle über mich sammeln?
  •    Wie macht man Daten zu Geld?
  •    Warum muss ich nur ein Profil mit meinem echten Vor und Nachnamen haben? Warum kann ich nicht mehrere Profile mit einem anderen Geschlecht, Zweitadresse und neuen Präferenzen haben?
  •    Wieviel kriminelle Energie steckt im Netz.
  •    und so weiter

 

ich bin gespannt : https://donottrack-doc.com/

 

 

Mein Browser und ich, Selbstmord des Feuerfuchses

Ich habe grade gezählt und komme auf sieben. Sieben Tabs, die ich in Firefox offen habe, und das ist im Arbeitsalltag durchaus normal, bei dir nicht, nur Sieben?  Nicht, dass ich die sieben zugleich lesen könnte, auch nie damit angeben würde. Ok die Prinzessin nehm ich trotzdem. Aber bevor ich eine Webseite vergesse, nicht bookmarke oder die Information irgendwie extrahiere, lass ich den Tab schlicht offen und vertraue das Gesuchte dann doch in Rheinform zu finden, damit ich mich nicht mit dem Netz-Halbwahrheiten rumschlagen muss. Wer hat gesagt, dass Informationen etwas mit Wahrheit zu tun haben?

Aber im Laufe des Arbeitsalltags, nach mehreren Exklusionen in die beschränkte Unzählbarkeit, will  man sich von diesen Altlasten der letzten Minuten befreien, aber nicht den Browser schließen.

 Nur über STRG + W, die Tabs schließen. Das geht schneller als Schließen und Neustarten. Tabs über das X mit dem Mauszeiger zu schließen, mit der Gefahr sich einen Tennisarm sich zuzulegen, das mach ich nicht.

 Aber normalerweise schließt sich mein Browser/Firefox, wenn der letzte Tab geschlossen wird. Es mag ja Menschen geben, die dann kurzmeditieren und atmen bis Firefox jungfräulich auf den Desktop erscheint, aber ich empfinde das als blödes nerviges Hindernis, wenn ich schon mal so schön im Run bin.

Es gab, als Firefox noch jung an Versionsnummern war, einen kleinen Aufschrei zum Update auf 3.5. Vorher gab es in den Einstellungen ein Häkchen, das den letzten Tab rettete. Ab dann nicht mehr.

Aber die Rettung naht, und ich will es nicht weiter herauszögern.

Die versteckte Einstellungsvielfallt von Firefox wird durch die Eingabe von

about:config

als Adresse in die Browser Adresszeile. Es erscheint ein Warnhinweis, der einen nicht abschrecken, aber vorsichtig bei weitern Versuche machen sollte.

Der entscheidende Wert den man suchen muss ist:

browser.tabs.closeWindowWithLastTab“

Den Wert von „true“ auf „false“ stellen.  Das wars.

 

Es gibt dazu tausende Artikel, wie

http://caarn.de/den-letzten-tab-im-firefox-browser-schliesen/664/

Ganz allgemein: Wie verändre ich Einstellungen über about:config

http://kb.mozillazine.org/About:config

Liste der Einstellungen, die über about:config verändert werden können.

http://kb.mozillazine.org/About:config_entries

Für Chrome, hab ich ein Plugin gefunden.

https://chrome.google.com/webstore/detail/dlopnnfglheodcopccdllffcijjeenkj

Für den IE bin ich noch auf der Suche. Safarie und Opera befinden sich nicht Gehege.